Die Erfindung des Iraks. 1914-1922

Aus der Konkursmasse des Osmanischen Reichs ging vor rund 100 Jahren auch der Krisenstaat im Zweistromland hervor. Maßgeblich daran beteiligt war der spätere britische Premier Winston Churchill.

Von Georg Brunold - DIE ZEIT Nr. 3/2015, 15. Januar 2015

Der Irak war einmal weiter nichts als ein westiranisches Berggebiet zwischen den Städten Ghom und Kermanschah. "Irak, a province of Persia", entnimmt man der 11. Ausgabe der Encyclopædia Britannica von 1910/11. Noch ahnt niemand, dass zehn Jahre später ein Staatsgebilde dieses Namens aus drei ganz ungleichen Provinzen des Osmanischen Reichs hervorgehen soll – und dies auf eine Art und Weise, die dem Land bis heute zusetzt und es nicht zur Ruhe kommen lässt.

Der Vielvölkerstaat, gegründet 1299 von Osman I. auf einem Gebiet, so groß wie die Schweiz, mit der Hauptstadt Bursa südlich des Marmarameers, erstreckt sich im Jahr vor dem Ersten Weltkrieg noch immer im Osten bis zur Golfküste Arabiens und im Süden bis hinunter nach Jemen. Am 29. Oktober 1914 läutet der Kriegseintritt Konstantinopels an der Seite der Mittelmächte Deutschland und Österreich seinen Untergang ein. Mit diesem Jahrhundertlapsus, eingeflüstert durch alte Ängste vor Russlands Expansionsbestrebungen in Richtung Südmeer, beginnt über dem Vorderen Orient die Moderne zu dämmern.

Die Briten sehen sich dadurch gezwungen, binnen weniger Wochen ihre Nahostpolitik zu revidieren, der sie während des ganzen 19. Jahrhunderts die Treue gehalten haben. Deren Imperativ war die Erhaltung des angeschlagenen Großreichs. Schon im Krimkrieg der Jahre 1853 bis 1856 stehen Briten und Franzosen den Türken gegen Russland bei. An dessen Vorabend hatte Zar Nikolaus I. in einem Gespräch mit dem britischen Botschafter den Sultan der Hohen Pforte – der Regierung in Konstantinopel – spöttisch als "kranken Mann am Bosporus" bezeichnet, ein Titel, der über Nacht auf das gesamte Osmanische Reich überging. Doch bis zur Stunde hat der morsche Koloss an den britischen Verbindungswegen nach Indien, dem Kronjuwel des viktorianischen Empire, den Briten weniger Sorgen bereitet als die Visionen des Chaos nach seinem Zusammenbruch.

1914 ändert sich die Situation schlagartig. Aber noch in der Frühphase des Großen Krieges wird in London nach Möglichkeiten sondiert, nur die Spitze des Reichs auszuwechseln und es auf die Seite der Entente zu bringen. Der Mann, der sich dabei als Erster ins Rampenlicht befördert, ist Winston Churchill, an dessen 50. Todestag in diesem Januar erinnert wird. Der spätere Premierminister und Literaturnobelpreisträger gebietet damals als Erster Lord der Admiralität über die Royal Navy. Er macht sich für einen Flottenvorstoß aus der Ägäis direkt auf Konstantinopel stark.

Zum Jahreswechsel 1914/15 scheint ein solcher Vorstoß besonderes erfolgversprechend. Die Stadt am Bosporus ist zu diesem Zeitpunkt so gut wie ohne Verteidigung. Doch die Gelegenheit verstreicht über den Meinungsverschiedenheiten in der liberalen Regierung Asquith in London. Der verspäteten alliierten Landung auf der Halbinsel Gallipoli am Nordufer der Dardanellen ist dann im April 1915 kein Kriegsglück beschieden: Der Angriff bleibt in einem Stellungskrieg stecken, der sich ein Dreivierteljahr hinzieht und beiden Seiten enorme Verluste bereitet. Je eine Viertelmillion Mann – Tote, Verwundete, Vermisste, Gefangene. Churchill verliert seinen Posten.

Nach dem Desaster von Gallipoli bleibt den Briten nur die Option, von Ägypten aus und vom Persischen Golf her gegen die Osmanen vorzugehen – durch Mesopotamien hindurch und das türkisch beherrschte Arabien. Bereits im Oktober 1914 haben die Briten eine indische Expeditionsstreitmacht, bestehend aus einer Division mit gut 10.000 Mann, in den Golf gebracht. Am 6. November landet sie auf der Halbinsel Fao an der Mündung des Schatt al-Arab und besetzt zwei Wochen später kampflos Basra. Ihre Aufgabe ist zunächst der Schutz des britischen Ölterminals Abadan am persischen Flussufer, wo eine der ältesten Raffinerien der Welt steht. Im Jahr zuvor hat die Royal Navy den Wechsel von Kohle auf Öl abgeschlossen.

Den Verlauf des fast vierjährigen Mesopotamienfeldzugs diktiert die überlegene britische Logistik. Die türkischen Streitkräfte, ausgeblutet von den Balkankriegen 1912/13, unterhalten im November 1914 in Bagdad ein nur mehr symbolisches Kontingent von 9.000 Reservisten, 4.000 davon mit Gewehren. Der Generalstab in Konstantinopel verfügt über kein brauchbares Kartenmaterial – Kriegsminister Enver Pascha kauft zwei deutsche Karten im Maßstab 1 : 1 500.000. Mit dem Rückhalt der Türken in der arabischen Bevölkerung ist es auch nicht weit her: "Nicht als Feinde oder Eroberer kommen unsere Armeen in eure Städte, sondern als Befreier", lautet der berühmte Satz in der Proklamation von General Frederick Maude, dem alliierten Kommandanten, beim Einzug in Bagdad am 17. März 1917; die Bevölkerung jubelt ihm zu.

Churchills einsamer Traum vom Türkenreich

Der Weg nach Nordwesten ist nun frei. Dem türkischen Kommandanten Halil Pascha bleiben 30.000 Mann im schwindenden Widerstand gegen die Invasoren, deren Kräfte bis zum Herbst 1918 auf mehr als 400.000 Soldaten anwachsen, drei Viertel von ihnen Inder. Im September 1917 fällt Ramadi, im November Tikrit, im Mai 1918 Kirkuk. Am 30. Oktober wird auf der griechischen Insel Limnos der Waffenstillstand von Moudros unterzeichnet, der die Feindseligkeiten zwischen dem Osmanischen Reich und den Alliierten offiziell für beendet erklärt. Drei Tage später nehmen die Briten Mossul ein. Die Verluste des Mesopotamienfeldzugs: auf alliierter Seite 95.000 Mann; auf osmanischer Seite ist die Zahl der Gefallenen unbekannt, die der Gefangenen beträgt 45.000.

Die Briten sehen sich als neue Gebieter über die türkischen Reichsprovinzen (Vilâyets) Basra, Bagdad und Mossul – über ein muslimisches Territorium in der Größe von vier Fünfteln des deutschen Kaiserreichs, seit 1534 unter türkischer Souveränität. Es sind Kerngebiete der letzten Weltregion, auf welche, von einigen Randgebieten abgesehen, der westlich-christliche Imperialismus zuvor noch nicht ausgegriffen hat. Bei den arabischen Nachbarn am Mittelmeer, in Palästina und Syrien, haben die Briten die Osmanen bereits zum Jahresende 1917 aus Jerusalem, im Oktober 1918 aus Damaskus vertrieben.

Nach dem Ende der Kämpfe im November 1918 steht die Besatzungsmacht mit einer Gesamttruppenstärke von 1,1 Millionen Mann auf vormals osmanischem Gebiet. Über sie gebietet das War Office und damit von Januar 1919 an der neue Kriegs- und Luftwaffenminister Winston Churchill, der schon seit Juli 1917 als Munitionsminister wieder in der Regierung ist. Die Neuordnung des Nahen Ostens wird zu großen Teilen seine Handschrift tragen. Die Aufgabe des mittlerweile 45-Jährigen ist schwierig, und kaum minder groß ist die Verwirrung darüber, wie es in den Ruinen des Osmanischen Reichs weitergehen soll. Churchills Traum bleibt die Restauration des Türkenreichs, "wie es zuvor bestanden hat, nur unter einem strikten Regime internationaler Kontrolle". Aber damit ist er alleine. Die Araber träumen vom unabhängigeneigenen Großreich. 1915/16, in einem Briefwechsel mit Scherif Hussein von Mekka, hat der britische Botschafter in Ägypten, Arthur Henry McMahon, dem Patriarchen der heute in Jordanien regierenden Haschemiten-Dynastie eine entsprechende Führungsrolle in Aussicht gestellt. Selbstbestimmung hat der Lockvogel an die arabischen Stämme geheißen, die sich in der berühmten arabischen Revolte unter der Führung des britischen Offiziers T. E. Lawrence gegen die Osmanenherrschaft erhoben haben.

Doch aus McMahons Verheißungen wird nichts. Die Briten selber torpedieren solche Visionen sogleich durch die Geheimabsprachen ihres Unterhändlers Sir Mark Sykes mit dem französischen Diplomaten François Georges-Picot. Das nach ihnen benannte Sykes-Picot- Abkommen vom 16. Mai 1916 teilt die arabischen Osmanenprovinzen in britische und französische Einflusszonen auf. An Frankreich sollten die Gebiete des heutigen Libanons und Syriens gehen sowie die Vilâyet Mossul. Großbritannien beansprucht für sich Palästina und die osmanischen Vilâyets Bagdad und Basra. Auch Russland wird in dem Abkommen nicht vergessen: Konstantinopel mit den Meerengen und Armenien sollen fortan zum Zarenreich gehören – ein Plan, der hinfällig wird, als im Jahr darauf die Bolschewisten die Macht übernehmen und das Geheimabkommen veröffentlichen. Dass sich Großbritannien mit der Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 offiziell zum zionistischen Projekt bekennt, in Palästina eine "nationale Heimstätte" des jüdischen Volkes zu errichten, versetzt den arabischen Hoffnungen einen weiteren Dämpfer.

Mesopotamien ist seit biblischer Zeit Grenzland. Griechen, Römer und später die Araber haben hier unzählige Schlachten gegen die Perser geschlagen. Die Gebiete, aus denen 1921 der Irak hervorgehen wird, umfassen 1918 mit etwas mehr als drei Millionen Einwohnern etwa zehnmal weniger Menschen als der Irak heute. Die Zusammensetzung der Bevölkerung aber ist bereits die gleiche: 60 Prozent Schiiten, die vor allem im Südosten leben, 20 Prozent sunnitische Araber im Nordwesten, 20 Prozent Kurden im Norden, in Bagdad je 100.000 Schiiten und Sunniten.

Die Provinz Basra und die religiösen Hochburgen Nadschaf, Kufa und Kerbala südlich von Bagdad mit ihrer arabisch-persischen Mischbevölkerung und -kultur orientieren sich einst wie heute nach Osten und kehren den Sunniten westlich von Bagdad den Rücken. Die Zusammenarbeit mit den britischen "Befreiern" bleibt unter den einheimischen Schiiten aus Furcht vor westlicher Indoktrination verpönt. Der Widerstand formiert sich in den "Wächtern der Unabhängigkeit", gegründet Anfang 1919 von dem schiitischen Kleriker Muhammad al-Sadr, und um den Imam Muhammad Taki al-Schirasi, der im Frühjahr 1920 eine Fatwa auch gegen den Dienst in der Zivilverwaltung erlassen wird.

Die Elite des Durchgangslagers und Umschlagplatzes Bagdads hingegen besteht zum Großteil aus Sunniten: Nebst einigen Händlerfamilien zählen zu ihr vor allem Militärs, die zurückgebliebenen einheimischen Offiziere des Osmanischen Reichs. In Bagdad hat zudem die in Damaskus beheimatete Geheimgesellschaft Al-Ahd ("Der Bund") einen Ableger. In ihr versammeln sich arabische Nationalisten, fast allesamt Sunniten wie die Türken, bereit zur Zusammenarbeit mit den Haschemiten und mit Husseins Sohn Faisal, der an der Seite von T. E. Lawrence die Araberrevolte gegen die Osmanen angeführt hat und in Damaskus der ersten provisorischen arabischen Regierung vorsteht.

Die Nordwestprovinz Mossul, die Frankreichs Premier Clemenceau am 1. Dezember 1918 in London seinem Amtskollegen Lloyd George vermacht, steht mit ihrer Geschichte und ihrem multireligiösen Flickenteppich von Arabern, Kurden, Turkmenen, Armeniern und syrischen Christen den osmanischen Stammlanden Anatoliens näher als den Arabern im Süden. Die Mossul-Frage wird noch mehrere Jahre über die Staatsgründung hinaus den Völkerbund beschäftigen.

Mit den zentrifugalen Tendenzen der drei so ungleichen Provinzen, die in einem Staat zusammenfinden sollen, macht sich bereits ein weiterer Geburtsfehler des künftigen Iraks bemerkbar: Alternativen zur politischen Führungsrolle der sunnitischen Minderheit mit der damit einhergehenden Marginalisierung der Schiitenmehrheit geraten jetzt schon außer Sicht, woran sich bis zum Sturz von Saddam Hussein im Jahr 2003 nichts ändern wird.

Der Irak wird unabhängig

Auf der Konferenz von San Remo im April 1920 erteilt der Oberste Rat der Alliierten Mächte im Namen des ein Jahr zuvor von der Pariser Friedenskonferenz ins Leben gerufenen Völkerbundes die Verwaltungsmandate. Leitfaden ist das Sykes-Picot-Abkommen: Das Mandat für Mesopotamien und Palästina geht an Großbritannien, das Mandat für Syrien einschließlich des Libanons an Frankreich. Die betroffenen Araber und namentlich die haschemitischen Partner der Briten erkennen diese Regelung nicht an. Faisal, vom syrischen Nationalkongress einen Monat zuvor zum König von Syrien ernannt, wird deshalb im Juli von den Franzosen aus Damaskus vertrieben. In Bagdad gehen im Mai 1920 Zehntausende von Protestierenden auf die Straße, Ende Juni ist das gesamte Land im offenen Aufstand – bis heute die einzige Episode der Eintracht von Schiiten und Sunniten im Zweistromland. Im August sind praktisch nur noch die drei Zentren Bagdad, Basra und Mossul unter der Kontrolle der Briten. Erst im Oktober ergeben sich die bewaffneten Rebellen in Kerbela und Nadschaf. Die Niederschlagung der viermonatigen Rebellion hat ein doppeltes Jahresbudget der Mandatsmacht Mesopotamiens verschlungen. Einige Dutzend Briten, einige Hundert Inder und 8.000 bis 9.000 Araber sind tot.

In der Sunday Times schreibt T. E. Lawrence: "Unsere Regierung ist ärger als die Ordnung der Türken. Diese hatten 14.000 einheimische Wehrpflichtige unter Waffen und töteten zur Friedenserhaltung im Jahresdurchschnitt 200 Araber. Wir haben 90.000 Mann mit gepanzerten Fahrzeugen und Zügen, Kanonenbooten und Flugzeugen. In dem Aufstand von diesem Sommer haben wir etwa 10.000 Araber umgebracht. Wir dürfen nicht hoffen, einen solchen Durchschnitt zu halten: Es ist ein dünn besiedeltes, armes Land."

Kriegsminister Churchill hat mit Schrecken festgestellt, dass London keinen einzigen Freund mehr hat in der Region, weder Türken noch Araber, nicht einmal Griechen oder Perser, zu schweigen von den Russen in Armenien. Regierungschef Lloyd George klagt er, um wie viel schwerer schon die üblichen Tagesgeschäfte lasteten als vor dem Krieg – bei den Siegern, wohlgemerkt. Geld hat er ohnehin nur noch für den Kampf gegen den Bolschewismus, den er "schon in der Wiege erwürgt" wissen möchte. Als Kolonialminister, der er seit Februar 1921 ist, kündigt Churchill schließlich an, dass im Nahen Osten "gegenüber der Kostenreduktion alles Übrige sekundär" sei.

Für den März 1921 hat er zur großen Konferenz nach Kairo geladen. "Jedermann im Nahen Osten ist hier", schreibt T. E. Lawrence seinem Bruder. "Ali Baba und die vierzig Räuber" nennt Churchill die illustre Runde und skizziert während der Verhandlungen die Pyramiden. Ungeachtet des französischen Missfallens beschließt man den Umzug Faisals aus dem Londoner Exil nach Bagdad: Am 23. August, dem Tag, an dem das Mandatsgebiet Mesopotamien den Namen Königreich Irak erhält, wird er gekrönt. Gleichzeitig ersetzen die Briten ihre Besatzungstruppen durch die Air Force, ergänzt durch eine minimale Präsenz am Boden (woran sich Barack Obama erinnert fühlen dürfte). Faisals Ministerien führt derweil eine Mannschaft von rund 500 britischen Beratern.

Im Juli 1922 bestätigt der Völkerbund das britische Mandat für den Irak. Doch schon allein das Wort ist unter den Irakern so verhasst wie anderswo im Empire der Begriff Protektorat. An seiner Stelle wünscht König Faisal einen irakisch- britischen Bündnisvertrag. Noch im selben Jahr bekommt er ihn. Die Konditionen sind für ihn allerdings ungünstiger als die des Mandates. Churchill hat Faisal kurzerhand mit dem britischen Abzug gedroht, dabei dem Tenor der geeinten britischen Presse folgend, und es ist ihm ernst damit. Bremsen kann ihn nur Lloyd George: "Wenn wir gehen, könnten wir nach einem oder zwei Jahren feststellen, dass wir einige der reichsten Ölfelder der Welt den Franzosen oder Amerikanern ausgehändigt haben", mahnt er.

1932 läuft das Mandat aus, der Irak wird Mitglied des Völkerbundes und damit nominell unabhängig. Doch der Bündnisvertrag, 1930 und 1948 erneuert, hält die Monarchie der Haschemiten unter britischer Vormundschaft, für die gesamten 37 Jahre ihres Bestehens mit ihren 58 Regierungsumbildungen zwischen 1921 und 1958. Faisal und seine beiden Nachfolger auf dem Thron haben als ausländische Araber und Männer der Briten ein unlösbares Legitimationsproblem, welches im Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten die politischen Gegebenheiten des Landes bis ins 21. Jahrhundert bestimmen wird: Die gekrönten Herrscher stützen sich allein auf die sunnitischen Araber – auf ein Fünftel der Bevölkerung. Genauso die einheimischen Militärs, die sie beerben werden.

1941 vermag ein britischer Militäreingriff ein nazifreundliches Putschistenregime in Bagdad noch einmal zu beseitigen. 1958 fegt ein weiterer Putsch die Haschemiten schließlich endgültig hinweg. Mehrere Tausend ihrer Anhänger werden hingemetzelt. Mit dem Abzug der letzten britischen Truppen im folgenden Jahr erreicht der Irak seine volle Souveränität – und bleibt bis zum Sturz Saddam Husseins im Jahr 2003 in der eisernen Hand seiner sunnitisch-arabischen Militärdiktatoren.